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Honba Zuke Abzug bei japanischen Messern

Inhalt:

Honba Zuke: Zauber, Mythos oder Wirklichkeit? 
Wie entsteht der Honbazuke Abzug?
Diskussionen um den Honbazuke Abzug
Welcher japanische Schmied bietet Messer mit Honbazuke
 

 

Honba Zuke: Mythos oder Zauber?

Die Klingen der Profimesser aus Japan bestehen aus härtestem handgeschmiedeten Tamahagane oder blauem Papierstahl. Ihre ultrascharfe Schneide wird durch den Honbazuke Abzug perfektioniert.


Honba-Zuke bedeutet: anbringen der echten Schärfe und gehört ebenso zur japanischen Kultur, wie die Haiku Gedichte. Profiköche aus Japan sagen dazu "dieHonba Zuka Abzug an einer Deba Klinge Schneide ist nun zum Einsatz erweckt"
“Normale“ japanische Messer kommen in der Regel nur mit etwa 80 % des Potenzials ihrer Schärfe auf den Markt. Der Honba-Zuke Abzug, der vom Schleifermeister persönlich vor den Augen der Kundschaft erstellt wird, bringt dann das restliche Potenzial an Schärfe. 

 

Wie wird der Honba Zuke Abzug angebracht?

Honbazuke ist ein Schleifprozess, der dem Messer die letzte Schärfe bringt. Das bedeutet ganz einfach, dass die Messer per Hand noch mit Schleiftsteinen ab einer Körnung von 6000 aufwärts bis circa 12.000 geschliffen werden. Der letzte Feinschliff wird auf japanischen Natursteinen mit einer Krönung von 10-12.000 vollzogen. Das Ziel beim Honba-Zuke Abzug ist nicht die polierte schöne Anschliffläche, sondern eine perfekte Schneide herzustellen. Der Honba-Zuke Abzug hinterlässt auf der Klingeoberfläche feinen Spuren, die ein sicheres Zeichen für höchste Funktionalität sind. Kenner beurteilen diese Spuren als Auszeichnung. 

Japanische Messer mit Honba-Zuke Abzug dürfen auf keinen Fall auf harten Untergrund benutzt werden. Weiche Schneidbretter aus Holz sind hier Pflicht. Auf keinen Fall darf mit japanischen Messern auf der Küchenarbeitsplatte oder auf keramischen Unterlagen geschnitten werden.


Wenn man seine Messer auf einem guten Niveau scharf halten möchte, kommt man an die Anschaffung von 2-3 japanischen Wassersteinen nicht vorbei. Honba-Zuke ist kein Zauber, sondern setzt einen guten Schleifer mit viel Erfahrung voraus. Das Know-how ist nicht nur Japanern vorbehalten sondern wird auch hier bei uns in Europa praktiziert. 

Diskussionen um den Honba Zuke Abzug

Diskussionen um die Notwendigkeit des  Honba-Zuke Abzug gleiten oft aus der Bahn, weil man klassische japanische Messer aus Kohlenstoffstahl und Honba-Zuke Abzug mit klassischen rostfreien europäischen Kochmessern vergleicht. Dies ist allerdings keine Grundlage, denn in Japan werden andere Voraussetzungen in die Schärfe von Messern gesetzt. Die Art der Speisenzubereitung und eine hohe Ästhetik in japanischen Küchen erfordert teilweise rasierklingenscharfe Messer, um hauchdünne Scheiben von Gemüse, Fisch und Obst zu schneiden. 

Welche japanischen Schmiede liefern Messer mit Honbazuke

Inzwischen liefern viele japanische Schmiede ihre Messer mit dem beliebten Honba-Zuke Abzug. Unter ihnen sind auch die großen und bekannten Schmiede Ton-Ten-Kan (TonTenKan) und Mizuno. Der Schmied Shiro Kamo aus Takefu zum Beispiel, ist ein Allrounder im Messerhandwerk, er erledigt alle Arbeitsgänge die bei der Messerherstellung erforderlich sind allein. In der Regel werden in Japan die Arbeitsschritte wie Griffmontage, schleifen oder Honba-Zuke Abzug aufgeteilt. Shiro Kamo aus Takefu gehört zu den wenigen seines Handwerks, die mit dem "Dento - Kōgei-shi“ ausgezeichnet wurde. "Dento - Kōgei-shi“ bedeutet, Meister des alten Handwerks. Dieser Titel wird nur an Handwerker verliehen, die sich in ihrem Betätigungsfeld besonders verdient gemacht haben und ihren Beruf schon lange ausüben.
Auch Schmid Shiro Kamo veredelt seine Messer mit dem Honba-Zuke Abzug.
 

Fazit:
Japanische Messer mit Honba-Zuke Abzug haben eine in Europa kaum bekannte ultrascharfe Schneide, sie gehören aber nur in die Hand eines Profis. Weiche Schneideunterlagen aus Holz und die separate Aufbewahrung dieser scharfen Messer sind Pflicht, sonst drohen Ausbrüche in der Klinge wegen der hohen Härte.

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Kommentare

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Mich würde interessieren, ob die Honbazuke-Schleiferei auch von "nicht Japanern" beherrscht wird? Gibt es jemanden, der sich der Sache sicher ist und mir den Zauber mal zeigt?
 
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In dem Artikel wird ja lediglich über die Körnung des Schleifsteins gesprochen und nicht über die Handhabung. Ein guten Schleifstein mit einer 8000/10000er Körnung ist für 70-100 Euro zu haben. Die Handhabung ist das eigentliche Problem und ein gutes Messer (60-63 HRC) ist eine Voraussetzung. Es wird, je nach Messertyp, die verschiedenen Seiten unterschiedlich geschliffen… einseitiges oder beidseitiges Messer… Beim Schleifen entsteht ein Grad, der ist mit blosem Auge nicht sichtbar, aber mit dem Finger fühlbar, dann wird das Messer gedreht und die andere Seite geschliffen. Je größer die Körnung, desto kleiner fällt der Grad aus. Perfekt ist es dann, wenn man durch Druckreduzierung überhaupt keinen Grad mehr hat. Je nach Schmied und Herstellungsprozess muss man die Neigung anpassen und dann auch konsequent halten (das ist für ungeübte Hände das eigentliche Problem), wir sprechen hier über 10-20° Neigung. Es gibt "Schleifhilfen" die man auf den Messerrücken aufklemmen kann, das ist auch mit einem Holzstück möglich, dass man unter den Messerrücken legt und mit dem Daumen drunter hält. Auf die Qualität des Originalschliffs zu kommen ist sehr schwer und nur zu schaffen, wenn man täglich bzw. sehr oft Messer schleift. In Jedem Fall reicht ein feiner Schleifstein nicht aus.
 

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