Die Stadt in Deutschland, in der die meisten Japaner wohnen, ist Düsseldorf. Etwa 8.100 waren es im Jahre 2010. Dazu kommen noch fast 500 japanische Firmen, die in Düsseldorf oder in der umliegenden Region angesiedelt sind.
Seit mittlerweile 10 Jahren richten deshalb die Japaner gemeinsam mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Düsseldorf ein großes Fest aus und bringen dabei der deutschen Bevölkerung ihre Kultur etwas näher. Zur Kultur der Japaner gehört neben den speziellen Festlichkeiten auch der japanische Garten in Düsseldorf.
Veranstaltung im vergangenen Jahr
Im letzten Jahr fanden die Feierlichkeiten am 15.10.2011 statt. Das 10-jährige Jubiläum sollte mit dem deutschlandweiten Japan-Jahr einhergehen, mit dem Japan und Deutschland ihre Wertschätzung für 150 Jahre diplomatische Beziehungen zum Ausdruck bringen wollten. Ursprünglich war der 28.05.2011 als Termin vorgesehen.
Als jedoch das Erdbeben und die Reaktorkatastrophe in Fukushima die ganze Welt in Atem hielt, entschlossen sich die Ausrichter zu einer Terminverschiebung. Eine komplette Absage kam für sie nicht in Frage, denn die Japan-Tage stellten für die Japaner eine Gelegenheit dar, sich für die Solidarität Deutschlands nach der Katastrophe in ihrem Heimatland zu bedanken.
Japan-Tage - Mehr als nur ein Japanisches Feuerwerk
Das Programm umfasst zahlreiche Musikdarbietungen, Mitmach-Aktionen, Kalligraphie, Samurai-Auftritte, Manga-Modeschauen und Kinderschminken, um nur einige zu erwähnen. Den Höhepunkt der Japan-Tage bildet stets ein gigantisches japanisches Feuerwerk. Nach London und Paris nimmt die Japanische Gemeinde in Düsseldorf den dritten Rang in Europa ein, wenn man die dort wohnenden Japaner zugrunde legt.
Japanisches Feuerwerk
Pyrotechnische Präsentationen haben ihren Ursprung in Asien. Wahrscheinlich waren es die Chinesen, die schon vor unserer Zeitrechnung Feuerwerke inszenierten. Unter Verwendung von Schwefel, Salpeter und Holzkohle ließen sie es am Himmel leuchten und knallen. Die Vorstellungen dienten damals vorrangig zur Vertreibung von bösen Geistern. Mittlerweile hat sich die Pyrotechnik zu einer brillanten Lichtkunst entwickelt.
Ein japanisches „Hanabi“, was zu deutsch Feuerblume heißt, wird nicht mittels Raketen entzündet. Stattdessen kommen Kugelbomben und Starmines zum Einsatz. Abgeschossen werden sie aus Rohren mit verschiedenen Kaliberstärken. Die integrierten, während des Flugs abgestoßenen Effekte sorgen für die einzigartigen Gebilde am Himmel.
Bombenbuketts entfalten sich zu riesengroßen Leuchtelementen in der Form von Palmen, Chrysanthemen oder Pfingstrosen. Bestechend ist dabei die geometrische Harmonie, die diese Bilder am Himmel entwickeln, in Verbindung mit exakt miteinander abgestimmten Farben.
Nächstes Japanisches Feuerwerk in Düsseldorf am 2. Juni 2012
Mit extra für diesen Zweck aus Japan importierter Lichtkunst werden die Japan-Tage alljährlich mit einem grandiosen Feuerwerk verabschiedet. Als Abbrandplatz dieses Spektakels hat man Düsseldorf-Oberkassel auserkoren.
Die staunenden Besucher versammeln sich vorrangig entlang der Rheinuferpromenade. Noch mehr Vergnügen bereitet das Feuerwerk auf einem Schiff, denn auf dem Rhein lassen sich die leuchtenden Bilder am Himmel am schönsten genießen. Wie alle Jahre, wird auch am 02.06.2012 anlässlich der nächsten Japan-Tage, ein Rausch an goldenen Farben den krönenden Abschluss bilden.



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